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Vortrag Vaginale Moorbehandlung bei Areaktivität des Endometriums

In seinem Vortrag auf dem Internationalen Peloidsymposium vom 21.-22. März 2014 in Bad Bayersoien verdeutlicht Dr. Kovarik die angenehme, schmerzlose und doch stark fruchtbarkeitssteigernde Wirkung der vaginalen Moorbehandlung mit VAGIPEAT Moortampon.

 

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Bewegung als Medizin

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Unser Körper braucht Bewegung. Kommen wir diesem elementaren Bedürfnis nicht nach, zahlen wir dafür u.a. mit abnehmender Belastungs- und Leistungsfähigkeit. Gut geht es unserem Körper nur, wenn er seiner ursprünglichen Bestimmung gemäß gefordert und gefördert, wenn er bewegt wird. Dann kommt beispielsweise mehr Sauerstoff ins Blut und entsprechend auch ins Gehirn. Und nur mit einer intensiven Sauerstoffversorgung kann unser Gehirn optimal funktionieren. Wer sich nicht vielseitig und gesund bewegt, verliert die Körperspannung. Ohne sie hat der Körper buchstäblich keinen Halt. Werden Muskeln nicht gebraucht, verkümmern die Muskelfasern, Fett nimmt den freien Platz ein. Der Körper wird schwer und schwerfällig. Die Körperhaltung und -spannung beeinflußt nachweislich auch den Hormonhaushalt. Es ist praktisch unmöglich, mit einem Körper voll gesunder Körperspannung und aufgerichteter Haltung in eine depressive Stimmung zu verfallen. Mit den Muskeln am Körper ziehen sich auch die Muskeln im Gesicht hoch, sie verursachen ein inneres Lächeln, ein Lächeln als Grundhaltung. Dieses Phänomen wird in der Psychologie als „Facial und Postural Feedback“ eingesetzt. Bei chronischem Bewegungsmangel leidet zuerst die Stimmung. Wir werden launenhaft, depressiv. Fast gleichzeitig nimmt die Konzentrationsfähigkeit ab. Unlust macht sich breit, wir werden mürrisch, machen Fehler, ärgern uns schneller, werden ungeduldiger. Wir hören nicht mehr  die Signale des Körpers, stumpfen ab, werden müde, träge, unmotiviert. Wir verlieren unsere Ausstrahlung, wir stoßen andere Menschen eher ab, anstatt sie anzuziehen.

Unser Gehirn (wie das unserer Vorfahren) stellt in bedrohlichen Situationen  mit unvorstellbarer Geschwindigkeit eine Portion Extraenergie in Form von Hormonen zur Verfügung. Dies ist nötig um eine Gefahr schnell und sinnvoll zu meistern, und zwar als Flucht oder Angriff. Für beides wird Bewegung, Kraft, Schnelligkeit benötigt. Fast zeitgleich mit dem Schreck, der Angst, schütten die Nebennieren die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus: die Sinne werden geschärft, die Beine schnell, die Muskeln haben Bärenkräfte.

Solange der Mensch körperlich reagiert (Kampf, Flucht) oder besser, sich körperlich abreagiert und ausreichende Erholungszeiten vorhanden sind, ist Stress eine großartige Sache.

Doch der normale Berufstätige bleibt gestresst sitzen, greift zur Stressverarbeitung nicht selten auch noch zu Kaffee, Zigaretten oder Süßigkeiten. Dabei wäre Bewegung jetzt das Richtige. Findet die nicht statt, bleibt der gestresste Büromensch buchstäblich auf seinem Stress sitzen. Der Organismus steht dauernd zwischen Flucht und Angriff, wird mit immer neuen Ladungen an Stresshormonen überflutet. Das laugt den Körper aus, vergiftet ihn, untergräbt seine Leistungsfähigkeit und macht ihn auf Dauer krank. Wird der Stress der Natur des Menschen entsprechend abgebaut, so macht das robuster und widerstandfähiger.

Außerdem ist bekannt, dass aerobe Bewegung die Ausschüttung von Neurotrophinen im Rückenmark und in den Muskeln steigert.

Die intellektuelle Entwicklung und damit das Lernen sind eng mit Bewegung verknüpft. Denn die Gedächtnisentwicklung braucht einen Nervenwachstumsfaktor, dessen Bildung durch Bewegung auffällig erhöht wird. Solche sogenannten neurotropen Faktoren bewirken eine stärkere Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn. Diese angeregten Nervenzellen bilden vermehrt Fortsätze, die mit anderen Nervenzellen in Kontakt treten. Synapsen werden neu gebildet und Bahnungen finden statt. Bewegung ist also ein Mittel, um die Gehirnentwicklung anzuregen.

Neurotrophine sind Substanzen, die die Heilung von verletzten Nervenzellen und die Vernetzung der Nervenzellen untereinander beschleunigen. Darüber scheint das Neurotrophin BDNF selber antidepressive Wirkungen zu besitzen. Neuere Befunde zeigen, daß Neurotrophine darüberhinaus die Effektivität der Signalübertragung an chemischen Synapsen verbessern. Neurotrophine sind offenbar auch Signalgeber für das Ein  und Abschalten von Immungenen! Neurotropine werden hauptsächlich von aktiven Nervenzellen gebildet. Neurotrophine haben immunsuppressive Effekte, bewirken also die Unterdrückung von überschießenden Immunreaktionen (unterdrücken z.B. die Bildung von MHC Proteinen). Dies konnten Wissenschaftler unter der Leitung Prof. Hartmut Wekerle, Direktor am Max Planck Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München, bereits im Tierexperiment nachweisen. Inwieweit Neurotrophine zur Therapie von autoimmunen Erkrankungen des Nervensystems eingesetzt werden können, wird derzeit von Wekerle und seinen Kollegen untersucht.

Auswirkungen von Bewegungsmangel
  • Austrocknung der Bandscheiben
  • Schwächung der Muskulatur und Gelenkstrukturen
  • Abnahme der Knochendichte
  • Verminderung der Atemfunktion
  • Einschränkung der Beweglichkeit
  • Unterversorgung des Gehirns mit Blut und Sauerstoff
  • Chronische Rückenprobleme
  • Arteriosklerose
  • Diabetes
  • Adipositas
  • Bluthochdruck
  • Üergewicht
  • Koordinatonschwäche
  • Haltungsschwächen
  • Schwaches Herz-Kreislauf-System
  • Verhaltensauffälligkeiten

Sport und Bodybuilding bauen zwar schöne Körperformen auf, doch kommt es ohne umfangreiches Dehn- bzw. Stretchingprogramm zu Verkürzungen und Verhärtungen der sichtbaren, bewegenden Muskulatur. Muskeln, die in direkter Nähe des Knochengerüstes liegen und es halten bzw. stabilisieren sollen, werden zu wenig gefordert. Auch „durchtrainierte“ Menschen leiden häufig unter Rückenproblemen. Sie müssen sich anstrengen, sich gerade zu halten. Schultern, Nacken und andere Körperteile sind häufig verspannt und schmerzen. Dies ist. U.a. darauf zurückzuführen, dass der moderne Mensch, auch wenn er „Ausgleichssport" betreibt, die meiste Zeit sitzend verbringt.

Feld- und Gartenarbeit sowie handwerkliche Tätigkeiten, wie sie in früheren Zeiten häufiger verrichtet wurden, beanspruchen alle Muskelpartien des Menschen. So hatten körperliche Beschwerden, wie sie viele von uns heute plagen, bei unseren Vorfahren Seltenheitswert. Menschen aus den östlichen Kulturen leiden nicht so stark im Bereich der Muskeln und Gelenke wie wir. Denn bei ihnen ist es zum Teil immer noch üblich, barfuß im Ballengang über unebene Böden zu gehen und auf dem Boden oder nah am Boden zu sitzen. Dies und die Tatsache, das sie häufig aus dieser Position aufstehen müssen und, dass dadurch ganz wesentliche, sehr tief liegende Muskelstränge und das Herz-/Kreislaufsystem stark beansprucht werden, wirkt wie ein kräftigendes Training.

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